Das Restless-Legs-Syndrom ist eine neurologische Erkrankung mit unangenehmen Missempfindungen und starkem Bewegungsdrang in den Beinen, vor allem in Ruhe.
Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) ist eine neurologische Erkrankung, bei der Betroffene einen starken Bewegungsdrang in den Beinen verspüren. Die Beschwerden treten vor allem in Ruhephasen auf und verschlechtern sich häufig abends oder nachts. Viele Betroffene haben dadurch erhebliche Schlafprobleme, was die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen kann. Obwohl das Restless-Legs-Syndrom weit verbreitet ist, bleibt es häufig lange unerkannt.
Das Restless-Legs-Syndrom, auch als Syndrom der unruhigen Beine bekannt, ist durch unangenehme Missempfindungen in den Beinen gekennzeichnet. Diese werden oft als Ziehen, Kribbeln, Brennen oder
tiefsitzender Schmerz beschrieben. Charakteristisch ist, dass die Beschwerden in Ruhe auftreten und sich durch Bewegung zumindest vorübergehend bessern.
Die genauen Ursachen des Restless-Legs-Syndroms sind noch nicht vollständig geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass eine Störung im Dopamin-Stoffwechsel des Gehirns eine zentrale Rolle spielt. Da Dopamin unter anderem an der Bewegungssteuerung beteiligt ist, kommt es insbesondere in den Abend- und Nachtstunden zu einer Zunahme der Symptome.
Neben der primären Form gibt es ein sogenanntes sekundäres Restless-Legs-Syndrom, das als Folge anderer Erkrankungen oder Zustände auftritt. Häufige Auslöser sind chronische Nierenerkrankungen,
Diabetes mellitus, Polyneuropathien oder rheumatische Erkrankungen. Auch hormonelle Veränderungen, etwa während der Schwangerschaft, können vorübergehend RLS-Symptome verursachen.
Bestimmte Medikamente, darunter einige Antidepressiva, Neuroleptika oder Antihistaminika, können ein Restless-Legs-Syndrom begünstigen oder bestehende Beschwerden verstärken. Zusätzlich spielen
Lebensstilfaktoren wie Stress, Schlafmangel, Alkohol, Nikotin und ein hoher Koffeinkonsum eine wichtige Rolle, da sie das Nervensystem zusätzlich reizen.
Viele Betroffene berichten, dass einfache Maßnahmen im Alltag ihre Beschwerden positiv beeinflussen. Moderate Bewegung am Abend, Dehnübungen oder ein kurzer Spaziergang können den Bewegungsdrang reduzieren. Auch kühlende oder wechselwarme Anwendungen an den Beinen werden häufig als angenehm empfunden. Der Verzicht auf Alkohol, Nikotin und koffeinhaltige Getränke am Abend kann ebenfalls dazu beitragen, die Symptome zu mildern. Wichtig ist zudem eine gute Schlafhygiene mit festen Schlafenszeiten und einer ruhigen Schlafumgebung.
Das Restless-Legs-Syndrom ist eine ernstzunehmende neurologische Erkrankung, die den Schlaf und den Alltag erheblich beeinträchtigen kann. Durch eine frühzeitige Diagnose und eine individuell angepasste Therapie lassen sich die Beschwerden jedoch häufig gut kontrollieren. Betroffene sollten anhaltende nächtliche Unruhe in den Beinen nicht hinnehmen, sondern gezielt medizinischen Rat einholen.
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